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Warum Reisen glücklich macht!

„Du bist und bleibst halt ein Weltenbummler“.
Ein Spruch, den ich immer wieder zu hören bekomme. Meistens gefolgt von der Frage: „Was bringt es Dir eigentlich so viel zu reisen?“. Anfangs habe ich an dieser Stelle unheimlich weit ausgeholt und lange Vorträge darüber gehalten, warum das Reisen so wertvoll für mich ist. Dabei reichen drei einfache Worte völlig aus, um es auf den Punkt zu bringen:

Reisen macht glücklich!

Warum das so ist, möchte ich Dir in diesem Beitrag erklären. Als konkretes Beispiel habe ich mir einen kleinen Teil meiner großen Indienreise ausgesucht. Genauer gesagt einen Trip im Bundesstaat Rajasthan, der mich in die Wüste Thar, nahe der Grenze zu Pakistan, geführt hat.

Los geht’s! Hier kommen meine persönlichen 6 Happy-Highlights rund um das Reisen.

  1. Vorfreude ist die schönste Freude
  2. Die eigenen Grenzen überwinden
  3. Neue Welten und Denkweisen entdecken
  4. Wenn Fremde zu Freunden werden
  5. Besondere Momente erleben
  6. Das Beste zum Schluss

 

Wüste

 

1.     Vorfreude ist die größte Freude

Das Glücklichsein beginnt bereits mit dem Entschluss! Schon lange vor der eigentlichen Reise beschäftigt man sich mit seinem Wunschziel, holt sich Informationen ein und fängt an zu planen und zu organisieren.  Man ist voller Begeisterung, Tatendrang und Vorfreude. Was kommt auf mich zu? Was ist für die Reise besonders wichtig und was brauche ich vor Ort? Je nach Reiseziel sind es mal mehr, mal weniger Fragen – was aber nie fehlt, sind die Bilder im Kopf. Die Vorstellung wie es dort sein wird und die Momente auf die man sich ganz besonders freut.

In meinem Fall war es die unendliche Weite und Stille der Wüste, die ich bis dahin noch nie erleben durfte. Ich hab‘ mir vorgestellt, wie ich auf einer Sanddüne stehe und genau dieses Gefühl genieße. Als dieser Moment dann wirklich kam, hätte ich platzen können vor lauter Glück.

 

Wüste

 

2.     Die eigenen Grenzen überwinden

Oft ist das Reiseziel mit dem Verlassen der persönlichen Komfortzone verbunden. Man muss sich neuen Herausforderungen stellen und dabei lernen Unsicherheiten und Ängste zu überwinden. In meinem Fall fing es schon mit den vielen Stunden im indischen Nachtzug an. Anschließend ging es darum, vor Ort Menschen zu finden, denen man genug vertraut, um mit ihnen 2 Tage in der Wüste zu verbringen. Nicht nur die Tage, sondern auch die Nacht, die wir schutzlos im Sand und unter freiem Sternenhimmel geplant hatten.

Was kann da nicht alles passieren? Überfälle, Sandstürme, Tiere, die sich einem unbemerkt nähern oder auch verdorbenes Trinkwasser. Es ist völlig in Ordnung vorab Gedanken dieser Art zu hegen – das ist menschlich und gehört dazu. Die meisten davon stellen sich hinterher als unbegründet heraus und man genießt die Zeit viel unbeschwerter als erwartet.

Die Zugfahrt war voller spannender Eindrücke und Bekanntschaften, die Tourguides ein echter Glücksgriff und die Nacht unter freiem Sternenhimmel ein unbeschreiblich schönes und einmaliges Erlebnis, das ich nie wieder vergessen werde. Natürlich geht es auch mal schief, aber man lernt damit umzugehen, an Herausforderungen zu wachsen und selbst aus Pannen etwas Positives – oder zumindest eine wertvolle Erfahrung zu ziehen. Leichtigkeit, Mut und Vertrauen in sich selbst sind das Ergebnis und lassen einen glücklich und stolz darauf zurückblicken.

 

Sonnenuntergang

 

3.     Neue Welten und Denkweisen entdecken

Jedes Land und jeder Ort hält individuelle und ganz besondere Eindrücke für einen bereit. Angefangen mit offensichtlichen Dingen wie dem Stadt- und Dorfbild, der Landschaft, der Vegetation und dem Tierreich bis hin zu den verschiedenen Kulturkreisen und Denkweisen. Ich liebe es zu beobachten wie die Menschen ihr Leben führen und durch Gespräche mit ihnen in ihre Welt einzutauchen.

Das bringt unglaublich viel Inspiration und wertvolle Denkanstöße für das eigene Leben. Man lernt viele Kleinigkeiten wieder zu schätzen und Glück neu zu definieren. Aber auch Alltäglichkeiten wie das Kochen werden von Erfahrungen dieser Art beeinflusst. Nach jeder Reise bringt man neue Rezeptideen mit nach Hause und freut sich über den neuen Geschmack.

Bei meiner Reise in die Wüste Thar, war wie erwartet alles geprägt von Sand. Die nächstgelegene Stadt Jaisalmer war ein Traum aus Sandstein, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Die Menschen hier nutzen Sand als Lebensgrundlage und beweisen mit wie wenig Wasser es möglich ist, auszukommen. Während unserer beiden Tage außerhalb der Stadt, haben wir sogar unser Geschirr mit Sand anstatt Wasser gespült, was erstaunlich gut funktioniert hat.

 

4.     Wenn Fremde zu Freunden werden

Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit Menschen kennenzulernen als auf Reisen. Das beginnt mit den vielen Mitreisenden, die man im Zug, im Bus, am Bahnhof, im Hostel oder während seiner Entdeckungstouren trifft. Man tauscht sich aus, schließt sich zusammen, bekommt Tipps und verbringt eine spannende Zeit miteinander. Oft werden aus diesen Bekanntschaften richtig gute Freunde, die man immer wieder gerne trifft.

Bei dieser Reise hab‘ ich bereits im Zug einen Mitreisenden kennengelernt, der mich anschließend auch über Jaisalmer und die Wüste hinaus weiter begleitet hat. Wir haben unsere Reisepläne koordiniert und gemeinsam drei weitere Orte besucht, wodurch wir viel Zeit hatten voneinander zu erzählen, die Erlebnisse zu teilen und vor allem viel zu lachen.

Besonders schön ist es, die Menschen vor Ort kennenzulernen. Oft reichen neben der Sprache auch Hände und Füße aus, um sich zu verständigen und zu verstehen. Wenn man Interesse und guten Willen zeigt, ist es kein Problem einen Draht zu den Bewohnern aufzubauen, aus Fremden Freunde zu machen und Glücksmomente zu erleben.

 

Wüste Thar

 

5.     Besondere Momente erleben

Die Glücksmomente selbst können dabei stark variieren. Einer davon, an den ich mich besonders gerne zurück erinnere, war eine kleine Lagerfeuerrunde kurz vorm Schlafenlegen. Wir saßen alle gemeinsam um das Feuer herum, als sich einer unserer Guides einen leeren Wasserkanister geschnappt hat und anfing darauf zu trommeln. Die anderen sind gleich mit eingestiegen und haben indische Volksweisen gesungen. Das war einer dieser berühmten Gänsehautmomente, in denen alles perfekt zu sein scheint. Glückseligkeit pur, die man auf Reisen immer wieder erlebt.

 

6. Das Beste kommt  zum Schluss:

All das wird Dir ein Leben lang bleiben. Erlebte Erfahrungen, Glücksmomente und Gefühle kann Dir keiner mehr nehmen. Du hast sie immer bei Dir – in Deinem Kopf und in Deinem Herz. Aus genau diesem Grund ist das Reisen für mich besonders wertvoll und zugleich ein unverzichtbarer Glücklichmacher.

Daheim in meinem Wohnzimmer habe ich eine große Bilder-Collage in deren Mitte ein Zitat hängt:

„The world is a book and those who do not travel read only one page.“

Mein Ziel ist es, möglichst viel in diesem Buch zu schmökern und noch mehr daraus zu lernen.

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