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Mehr Energie durch yogische Ernährung

„Der Yogi esse maßvoll und angemessen, sonst ist er – wie klug auch immer – nicht erfolgreich.“

So die Worte aus der Hatha Yoga Lehre. Aber essen wie ein Yogi? Muss man da nicht auf viel zu viel verzichten? Da die Ernährung einer von fünf festen Bestandteilen des Yoga ist, hatte ich das Glück in meinem Yogakurs viel darüber zu lernen. Genauer betrachtet gibt es sehr viele Parallelen zu den aktuellen Ernährungstrends und Tipps, die man in Bezug auf „Healthy Living“ hört und liest. Nur sind die Prinzipien der yogischen Ernährung eben schon sehr viel älter. Sie ergeben, gemeinsam mit den Körper-, und Atemübungen, der Entspannung und dem positiven Denken, den Grundstein für ein gesundes und glückliches Leben voller Energie.

 

Die yogische  Küche

Yogische Ernährung

 

Die Faustregel der yogischen Ernährung besagt, Du sollst Deinen Magen zur Hälfte mit Nahrung und zu einem Viertel mit Wasser füllen – das übrige Viertel soll leer bleiben.

So hat der Körper am meisten Energie und ist optimal versorgt. Beim Essen selbst ist es wichtig, sich Zeit zu lassen und sich nicht in Eile zu stürzen. Zudem gilt das ethische Prinzip der Gewaltlosigkeit, wodurch die yogische Küche vegetarisch ist. Die Nahrungsmittel werden dabei in drei verschiedene Kategorien geteilt, die sich aufgrund ihrer Eigenschaften unterscheiden.

  1. Tamasige Lebensmittel
    (sorgen für Trägheit)
  2. Rajasige Lebensmittel
    (sorgen für Unruhe)
  3. Sattwige Lebensmittel
    (sorgen für Reinheit und Leichtigkeit)

Wie die Eigenschaften schon erahnen lassen, sollten die tamasigen und rajasigen Lebensmittel minimiert und die sattwigen Lebensmittel maximiert werden. Zu den guten, sattwigen, Lebensmitteln gehören Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Je frischer und unbehandelter, desto besser! Rohkost ist dabei besonders wichtig, da sie am meisten Prana, also Lebensenergie, enthält. Auch die Vielfalt spielt eine große Rolle und sollte bei der Auswahl der Lebensmittel stets beachtet weden. Für den Alltag bedeutet das, sich nicht von Gewohnheiten leiten zu lassen, sondern immer wieder zu anderen Lebensmitteln zu greifen.

Bei Obst und Gemüse ist das meistens kein Problem, aber bei Getreide und Hülsenfrüchten fehlt es manchmal an Ideen und Inspiration. Daher findest Du hier ein paar Beispiele, die man als Variation zu den gewohnten Lebensmitteln dieser Art verwenden kann:

  • Vollkorngetreide
  • Hirse und Buchweizen
  • Amaranth und Quinoa
  • Dinkel und Roggen
  • Grünkern und Tapioka
  • Grüne, rote und schwarze Linsen
  • Grüne und gelbe Erbsen
  • Kichererbsen und Ackerbohnen
  • Sojaprodukte und Mungbohnen

Zu den tamasigen und rajasigen Lebensmitteln gehören unreife, überreife, verkochte, saure und bittere Lebensmittel. Kaffee, schwarzer Tee, scharfe Gewürze, Tabak, Alkohol, Medikamente, Konserven und Tiefkühlkost zählen ebenfalls dazu. Zudem wirkt auch zu viel essen und zu hastig essen tamasig und rajasig. Das heißt nicht, dass Du davon gar nichts essen und trinken darfst – achte einfach darauf, es bei kleinen Mengen zu belassen. Worauf es sich wirklich lohnt gezielt zu verzichten ist weißer Zucker, Weißmehl und dementsprechend Weißbrot.

Das klingt am Anfang villeicht kompliziert, ist aber mit etwas Aufmerksamkeit im Alltag sehr gut umzusetzen und wirkt wahre Wunder. Du wirst schon nach kurzer Zeit eine Veränderung spüren können und sehr viel mehr Energie und Leichtigkeit in Dein Leben bringen.

Am Ende des Tages gilt es auf Deinen Körper zu hören und ihm Gutes zu tun. Dabei ist die yogische Ernährung eine Orientierung und Hilfestellung, die nicht in Stein gemeißelt sein muss. Wenn Du hin und wieder Gelüste auf  die Übeltäter unter den Lebensmitteln verspürst, gib ihnen ruhig nach – denn so lange die Basis stimmt, können kleinen Ausnahmen keinen großen Schaden anrichten.

 

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